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die frühe Messe
Messe G-Dur

Franz Schuberts Messe in G-Dur ist ein wunderbares Werk, das er achtzehnjährig in nur sechs Tagen komponierte. Es ist die zweite Messe des jungen Komponisten. Eine reizvolle liedhafte Melodik durchfliesst das ganze Werk und in kurzen, prägnanten Zügen bewegt sich die phantasievolle Musik durch den Messetext. Es gibt klare, lichte Szenen, die sich aneinanderreihen und grössere Chorfugen oder pompöse Auftritte bleiben aus. Es ist eine sehr menschenverbindende Musik erlebbar, die in ihrer Schlichtheit Ausführende und Zuhörende unmittelbar erreicht. Diese Messe soll in der Streicherfassung unser Konzert eröffnen.

Zwischen den beiden Messen des achtzehnjährigen und des wenige Wochen vor seinem Tode stehenden Schubert, möge das «Magnificat» die Lebensfreude der werdenden Mutter Maria in Schuberts lichtvoller, frischer Komposition stehen.

 

Magnificat C-Dur
Schuberts Magnificat entstand im Spätsommer 1815 und gehört somit vermutlich in die Reihe jener kirchenmusikalischen Kompositionen, die Schubert als Jugendlicher für die Lichtenthaler Pfarrkirche geschaffen hat. Das Werk verlangt ein groß besetztes Orchester mit Streichern sowie Holz- und Blechbläsern.
Dem vierstimmigen Chor stehen vier Solisten gegenüber, welche als Quartett den ruhigen mittleren der insgesamt drei Teile des Werks gestalten.

Kirche St. Peter Zürich; Freitag, 2. Sept. 2022  19:30 Uhr          > Vorverkauf Zürich
Abendkasse ab 18:45 Uhr

Tickets für CHF 55 / CHF 45 / CHF 35       ​​​​​​​Kinder bis 15 gratis (an der Abendkasse)

Klosterkirche Rheinau; Sonntag, 4. Sept. 2022 17:00 Uhr         > Vorverkauf Rheinau

Abendkasse ab 16:15 Uhr
Tickets für CHF 55 / CHF 45                      ​​​​​​​Kinder bis 15 gratis (an der Abendkasse)

Die späte/letzte Messe

Die Es-Dur-Messe entstand im Juni und Juli des letzten Lebensjahres Schuberts (1828). Wie viele andere seiner großen Spätwerke (C-Dur-Sinfonie, Winterreise, …) hat Schubert sie nie gehört. Die Uraufführung fand am 4. Oktober 1829 in der Pfarrkirche „Heilige Dreifaltigkeit“ in Wien-Alsergrund statt, in der Schuberts Freund Michael Leitermayer Chorregent war. Das Publikum fand großen Gefallen an der Messe und sie wurde mehrmals wiederholt, geriet danach jedoch bald in Vergessenheit.
Dem Einsatz von Johannes Brahms ist es zu verdanken, dass das Werk 1865 in Leipzig im Druck erscheinen konnte. Brahms fertigte auch selbst den für die Einstudierung des Werkes notwendigen Klavierauszug an.
«Tatsächlich weht der Hauch einer anderen Welt in den Klängen dieser wunderbaren Musik. Das gross angelegte Werk weist weit über eine enge konfessionelle Religiosität hinaus. Eine allgemeinmenschliche Spiritualität und Ausdruckskraft und die weit in die Zukunft weisende musikalische Substanz, machen die Messe in Es-Dur zu einem der gewaltigsten Zeugnisse geistlicher Chormusik.» (Stefan Werren)

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